TwinC fokussiert sich auf alle Themen rund um 360°-Fotografie und Videoproduktion. Das in Wuppertal angesiedelte Unternehmen schafft qualitativen Augmented und Virtual Reality- Inhalt für Unternehmen und legt besonderen Wert auf E-Learning Anwendungen.

TwinC
Die TwinC Geschäftsführer Benjamin (l.) und Sebastian Seidel

Charakterisieren Sie die TwinC GmbH:

Sebastian Seidel: Obwohl wir, die Gründer, Zwillinge sind, ist TwinC eine Vereinigung zweier vollkommen unterschiedlicher Charaktere. Mein Bruder Benjamin profitiert von einer 10-jährigen Erfahrung in seiner Filmproduktion und ich im E-Learning. Aber mit diesem Wissen produzieren wir 360°-Realbild-Videos für unsere 360°-VR Academy. Durch diese E-Learning bilden Firmen aller Branchen ihre Mitarbeiter auf ganz neuen Wegen weiter.

Was macht TwinC besonders?

Sebastian Seidel: Die Umgebung des Kunden, in der das E-Learning stattfinden soll, wird in 360°-Realbild aufgenommen und aufbereitet, wodurch sich der E-Learner viel eher wiederfindet und seine Wahrnehmung viel präziser auf die reale Situation vorbereiten kann. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich einige Nutzer in der voll entwickelten virtuellen Welt anfangs nicht so gut zurecht zu finden, speziell ältere Generation haben mit dem Sprung in eine virtuelle Realität Hemnisse. Deshalb arbeitet das didaktische Konzept von TwinC viel mit Realbild, das die Mitarbeiter da abholt, wo sie stehen und dadurch auch eher greift.

Was treibt Sie an, im immersive media Bereich tätig zu sein?

Sebastian Seidel: Dass es eine neue Welt ist, die noch so unerforscht ist, man sich komplett neu entwickeln kann und seinen Ideen noch freien Lauf lassen darf. Es ist zwar oft noch frustrierend, wenn sich Kunden zu wenig auf mediale Neuheiten einlassen wollen, aber umso bereichernder ist es, wenn wir die Innovationen der Digitalisierung vorantreiben und die digitale Transformation mitgestalten können. Das Medium VR ist zwar sehr groß und leistungsstark, aber die technische Umsetzung hat noch keine allzu große Eigendynamik entwickelt, dass sie sich von selbst ausbreitet. Unser Antrieb ist, die VR in alle Unternehmen zu bringen, um dort den Mehrwert zu schaffen.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft von TwinC?

Sebastian Seidel: Wir wünschen uns für TwinC, dass wir lange Bestand haben werden und uns genau so weiterentwickeln wie bisher. Und dass wir die Möglichkeit haben uns weiterhin so kreativ ausleben zu können. Unsere Vision ist, dass wir für unsere VR Academy bald schon eine schöne Bibliothek haben, auf die viele Unternehmen zugreifen können.

Was wünscht Sie sich für die Zukunft der immersive media Branche?

Sebastian Seidel: Dass sie sich etabliert! Und um das zu schaffen, muss die Technik erschwinglicher werden, damit die Einstiegsschwellen geringer werden. Es wäre schön, wenn die Skepsis der Unternehmen gegenüber VR, AR und Mixed Reality abnimmt, denn es ist ein Medium, das man mit einem großen Mehrwert nutzen kann. Immersive Medien sind nicht nur für das Marketing bestimmt, sondern das Potenzial im E-Learning Bereich ist enorm. Das gilt es zu erkennen und zu nutzen.

Das Interview führte EDFVR-Mitarbeiterin Esra Laubach.

„Immersive Medien sind nicht nur für Marketing bestimmt – das Potenzial im E-Learning Bereich ist enorm.“